Wie man seine Liebe erhält und seine Partnerschaft festigt

Das sollten Sie tun um Ihre Beziehung zu stärken

Laut amerikanischen Forschern gehören zu einer guten Beziehung Offenheit, eine positive Haltung, Zusicherungen, gemeinsame Interessen sowie gemeinsame Netzwerke. Zur Offenheit gehören ein aufgeschlossenes Verhältnis und offene Gespräche. Jeder Partner sollte offen über seine Gefühle sprechen und den anderen ermutigen, dies ebenfalls zu tun. Die Partner sollten einen optimistischen und fröhlichen Umgang miteinander pflegen. Versicherungen geben meint dass man seinem Partner zusichern sollte, dass man eine langfristige Beziehung anstrebt. Verantwortungen sollten gleichmäßig aufgeteilt werden und der andere sollte in eigene Aktivitäten sowie den Familien- und Freundeskreis zu integriert werden.

Gleich und Gleich gesellt sich gerne“ oder „Gegensätze ziehen sich an?“

Viele Psychologen bestätigen eher die Richtigkeit des Spruches „Gleich und Gleich gesellt sich gerne“. Denn für eine gute Partnerschaft sind gerade gemeinsame Interessen, ein gemeinsames soziales Netzwerk oder auch ein gemeinsamer Hintergrund besonders wichtig.

Gegensätze ziehen sich vielleicht am Anfang einer Beziehung noch an und entladen sich in einem erotischen Feuerwerk bieten aber in einer langfristigen Beziehung eher einigen Konfliktstoff und die fehlenden Gemeinsamkeiten können dazu führen, dass man sich eventuell bald nichts mehr zu erzählen hat.

Nähe und Distanz: gleichermaßen wichtig für eine gelungene Beziehung

Der aus vielen TV-Formaten bekannte Psychologe und Paartherapeut Michael Thiel hält einen angemessenen Wechsel zwischen Nähe und Distanz zwischen den Partnern für besonders wichtig. „Es sollte beiden Partnern erlaubt sein, auch den eigenen Weg zu gehen und eigene Hobbys und Freunde zu haben, um danach wieder Gemeinsamkeiten zu pflegen“ sagte Thiel in einem Interview. Zuviel Nähe könne sich ebenso negativ auswirken, wie zu große Distanz. „Jede Beziehung soll immer wieder aufs Neue erarbeitet werden. Die Partner dürfen sich nie als selbstverständlich sehen“, sagt er. Um dem entgegenzuwirken, sollen die Partner täglich, ohne Störfaktoren wie dem Fernseher, kleine Kontaktgespräche über das Befinden des Anderen führen. Beispielsweise darüber, was ihn beschäftigt, was ihm Sorgen macht oder was ihm Freude bereitet hat.

Diese Dinge sollten Sie im Interesse einer guten Partnerschaft vermeiden

Konflikte ausblenden

Konflikte und Meinungsverschiedenheiten lassen sich auch in der besten Partnerschaft nicht vermeiden. Schließlich besteht ein Paar aus zwei unterschiedlichen Individuen. „Problematisch können Konflikte werden, wenn sie übergangen werden und sich dadurch immer mehr aufladen“, meint der Autor und Paartherapeut Arnold Retzer in seinem Buch „Lob der Vernunftehe“ (s. Fischer Verlag). Hier sei es wichtig, miteinander im Gespräch zu bleiben und Wünsche zu äußern anstatt nur über den Partner zu klagen.

Dem Partner seine Schwächen abgewöhnen wollen

Am Anfang einer Beziehung hat man oft eine „rosarote Brille“ auf, die verhindert dass man seine/ihre Schwächen sieht oder zu ernst nimmt. Mit der Zeit beginnen die Fehler und Schwächen des Partners langsam zu nerven. Nur hilft es wenig, sich ständig darüber aufzuregen. Tipp von Arnold Retzer: „Setzen Sie die rosarote Brille wieder auf! Je positiver man seinen Partner sieht, desto zufriedener ist man auch mit der Partnerschaft. Es gilt das Motto: Seine Socken überall in der Wohnung herumfliegenden Socken? Ihre Unpünktlichkeit? Ist doch irgendwie süß!“

Den Partner als Übermenschen sehen

Auch der beste Partner kann Ihnen nicht jeden Wunsch von den Augen ablesen und immer das Richtige tun und sagen. Einerseits soll er fürsorglich und anhänglich sein, andererseits geheimnisvoll und unabhängig, einerseits Softie und andererseits Macho? Das ist definitiv zuviel verlangt. „Hier sollen mit dem Mittel der Partnerschaft gleich mehrere Ziele auf einmal erreicht werden, die sich gegenseitig ausschließen“, sagt Arnold Retzer. Diese Vorstellung ist nach Meinung des Paartherapeuten auf Dauer nicht haltbar.

Den Partner für Spaß und Unterhaltung im eigenem Leben verantwortlich machen

Man kann nicht vom Partner erwarten, dass er das eigene Leben aufpeppt, heimliche Sehnsüchte erfüllt. So bringt ein Hobby-Musiker als Partner noch lange keinen Rockstar-Glamour oder eine sehr aufgeschlossene, lebenslustige Partnerin mehr Lebensfreude in die eigene Existenz. „Die Partnerschaft wird als Mittel verstanden, all das zu erreichen und zu verwirklichen, was bisher nicht zum eigenen Leben und Erleben gehört hat“, meint Arnold Retzer. Ein Unterfangen, das im Alltag oft an zu hohen Erwartungen – und unüberwindbaren Gegensätzen – scheitert.

Ausnahmslos immer mit dem Partner auf einer Wellenlänge sein wollen

So schön es ist mit einem Gleichgesinnten auf einer Wellenlänge zu schwimmen ist er/sie doch eine eigenständige Persönlichkeit und hat eigene Vorstellungen, Pläne und Hobbys. Würde man darauf bestehen, dass der Partner ein genaues Spiegelbild von einem selbst ist könnte man ja auch gleich mit sich selbst liiert sein.

Den Partner als Garantie für das eigene Glück betrachten

Kein Mensch kann einen anderen Menschen glücklich machen (und schon gar nicht für immer) oder ihm etwa Freunde und Familie ersetzen. „Das Scheitern wird umso wahrscheinlicher, je unbescheidener das Ziel gewählt ist“, meint Arnold Retzer.