Worauf beim Kauf von Bioprodukten zu achten ist!

Wer sich schon auf den Kauf von Bio-Produkten entschieden hat und wer dabei wirklich wissen will, was genau er isst, der sollte sich im Vorfeld dringend informieren. Man muss alle Zeichen und Besonderheiten von Biolebensmittel zur Sicht nehmen. Es gibt unterschiedliche Richtlinien, wann ein Produkt als Bio bezeichnet werden darf. Das Bio-Siegel kennzeichnet die Produkte, die mindestens den Anforderungen der EU-Öko-Verordnung genügen. Eines der bekanntesten Bio-Siegel ist das Qualitätszeichen der EU.Darüber hinaus gibt es private Anbauverbände, die teilweise noch strengere Anforderungen stellen (Biokreis, Bioland, Biopark, Demeter, Ecovin, Gäa, Naturland oder Ökosiegel). Als wichtiges Erkennungszeichen für Bio-Produkte gilt ein einheitliches Logo – das "Bioblatt"(grünes Logo mit gelbem Schriftzug "bio").

Es ist jedoch schwierig, die "echten" Bioprodukte zu unterscheiden. Jetzt werden immer mehr ausländische Biolebensmittel importiert und sie werden eben als Bio gekennzeichnet, obwohl es kein Bio in Wirklichkeit ist oder 50:50. Teilweise werden sie aus der Volksrepublik China oder anderen Staaten außerhalb der EU geliefert. Die Lebensmittelkontrolle entdeckt eine hohe Pestizidbelastung importierter Bioprodukte.

Um sich besser zwischen allen Bezeichnungen und Formulierungen zu orientieren, gilt eine einfache Regel: "Nur wo „Bio“ oder „Öko“ drauf steht, ist auch „Bio“ oder „Öko“ drin", denn diese Kriterien sind geschützt. Man muss auch immer auf die Zertifizierung achten. Auf dem Etikett eines jeden Bio-Produktes muss sich unbedingt ein verpflichtendes Element als Angabe der Kontrollstelle befinden, welche das erzeugende Unternehmen geprüft hat. Bei den Lebensmitteln ohne Verpackung steht diese Angabe in den Begleitpapieren. Der Kunde kann auch im Laden die Mitarbeiter danach fragen, wenn er damit selbst nicht zurecht kommen kann.

Viele große Handelsnetze haben in den letzten Jahren eigene Bio-Marken gegründet, deren Produkte nur dort angeboten werden (Bio-Wertkost bei Edeka, Alnatura, u.a. bei Globus, Bio-Bio bei Plus, Grünes Land bei Metro, Real, Allkauf, Extra, Comet, Multi-Center, Kaufhof usw.).

Nachgemachte Kennzeichnung kann bei der Bundesanstalt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten angezeigt werden und wird mit Geldbußen oder Freiheitsstrafen bestraft. Es gibt Werbeaussagen, die irrtümlich wie ein Biokennzeichen verstanden werden können. Zum Beispiel, "aus umweltschonendem Landbau", "aus integrierter Landwirtschaft", "aus kontrolliertem Anbau". In solchen Fällen muss man genau prüfen, ob die oben genannten Merkmale (Bio, Öko) auf dem Produkt zu finden sind. Nur dann können Sie sicher sein, dass es ein Bio-Produkt ist.

Siesollen vorsichtig sein, wenn sie solche Kennzeichnungen wie "integrierter Landbau", "aus kontrolliertem Vertragsanbau", "umweltschonend", "extensiv", "naturnah", "unbehandelt", oder "kontrolliert" und keine Standartzeichen auf der Verpackung sehen. Diese Begriffe weisen nicht auf eine Bioproduktion oder Verarbeitung im Sinne des ökologischen Landbaus hin.

In Supermärkten finden Sie normalerweise eine große Auswahl an verschiedenen Bio-Lebensmitteln. Die Bioläden und Reformhäuser haben normalerweise ein kleineres Produktsortiment, aber dafür zeichnen sie sich mit einer kompetenten Beratung aus. Dafür weiß der Händler aber auch genau, wo seine Ware herkommt. Außerdem ist die Bedienung im Bioladen immer persönlicher und weit freundlicher als beim Discounter. Beim letzten ist Bio zwar billiger, aber man weiß nicht genau, ob ob auch wirklich Bio drin ist, wenn Bio drauf steht. Und wenn Du es ganz genau wissen willst dann steigere Deine Sensibilität, lerne Bioprodukte zu fühlen!