Wenn es in der Ehe zu schlechtem Sex kommt

two-people-in-loveNormalerweise kommt es in einer festen Beziehung einmal dazu, dass die Lust irgendwann verschwindet und die Langeweile auftritt. Folglich macht sich der Frust im Bett stetig breit, so dass sich Ehepartner irgendwann einmal fragen, ob es überhaupt jemals noch zu guten Sex kommen kann.

Wenn die Langeweile aufkommt

Wird es mit dem Partner in der Ehe beim Sex langweilig, macht sich schnell einer der beiden sorgen. Ist dies tatsächlich unnötig oder gibt es tatsächlich Grund zur Sorge? Lebt man in einer festen Beziehung, kommt man irgendwann einmal an diesen Punkt, weil man keinen guten Sex mehr hat. Das ist ein komplett natürlicher Vorgang. Steht man am Anfang einer Beziehung, macht der Sex beiden umso mehr Spaß, folglich kommt es zur sexuellen Entwicklung, wenn man sich gegenseitig kennen lernt. Über die Jahre entwickelt sich automatisch ein gemeinsames Repertoire beim Sex zu zweit, auf das man automatisch immer wieder zurückgreift. Es kommt also zu einer Menge unterschiedlicher sexuellen Vorlieben in einer sexuellen Beziehung. Dass es also nach fünf Jahren irgendwann einmal zu Sex Krise kommt, ist ganz normal. Dies klingt sehr ernüchternd, es ist aber Fakt.

Wenn sich im Bett Nüchternheit breit macht

Wer denkt, dass eine Partnerschaft auf Dauer nur Spaß macht, irrt sich gewaltig. In einer Partnerschaft gibt es ein gewisses System, was natürlich auch auf den gemeinsamen Sex zutrifft. Ein solches System muss von beiden erst verstanden und akzeptiert werden, damit auch der Rest funktioniert. Kommt es zu einer Beziehung oder geht man eine Ehe ein, hat keiner von beiden die Entwicklung komplett fertig abgeschlossen, wenn es um den Sex in der Beziehung und in der Ehe geht. Das ist auch der Grund, weshalb man sich überhaupt nach einem Partner umsieht. Man würde immerhin alleine bleiben, wenn man sich selbst genug ist.

Am Anfang ist alles rosarot

Am Anfang der Ehe wird der eine von anderen positiv gespiegelt. D.h., dass man sich fast immer ein positives Feedback zur eigenen Person erwarten darf. Das ist ein sehr gutes Gefühl. Mit der Zeit lässt dieses Feedback allerdings nach, was sich auch auf den Sex auswirkt. Es scheint, als würde der Partner den anderen in der Ehe nicht mehr so schätzen, als am Anfang. Das Verlangen leidet darunter, denn die Tatsache ist schwer zu ertragen.

Weiterentwicklung ist wichtig

Grundsätzlich können also beide Partner in der Ehe davon ausgehen, dass das eigene Begehren von der Anerkennung des anderen abhängig ist. Auch dann, wenn man Lust auf Sex hat, kann sich dieses Gefühl umkehren, wenn der Partner zum Beispiel ein herablassendes Wort fallen lässt oder ähnliches. Der Mensch wird automatisch immer angetrieben, sich weiterzuentwickeln. Natürlich betrifft dies auch sexuelle Entwicklung in einer Partnerschaft und in einer Ehe. In einer festen Partnerschaft kommt es also stets zur Veränderung und Entwicklung. Eine Weiterentwicklung wird durch sexuelle Probleme quasi irritiert und beinahe gestoppt, wenn man nichts dagegen unternimmt.

Sich zu verändern ist anstrengend

Möchte man sich in einer Ehe nicht entwickeln, weil es zu anstrengend wird, kommt es entweder zu einer Affäre oder man lässt sich scheiden. Im schlimmsten Fall ist eine völlige Gleichgültigkeit das Endergebnis, bzw. kommt es zu einer schrecklichen Beziehung ohne Sex. Folglich muss man an sich arbeiten, wenn man keinen Frust Sex in der Ehe haben möchte. Die Ehe ist nichts schlechtes, wenn man selbst an sich arbeitet, denn eine Partnerschaft ist eine sehr elegante Lösung. Folglich ist die Monogamie auch kein Ausweg, denn spätestens bei der Selbstbefriedigung merkt jeder, dass es nicht dasselbe ist. Man muss also mit dem Partner in der Ehe wachsen, natürlich ist damit auch der sexuelle Bereich im Bett gemeint. Die Leidenschaft lässt sich neu entfachen, wenn man sich sexuell weiterentwickelt.

Das Urteil des Partners

Es gibt Möglichkeiten, in der Beziehung zu wachsen. Dies ist nur dann möglich, wenn man unabhängig vom Urteil des Partners bleibt. Nur so kann man ein sexuelles und emotionales Gleichgewicht erreichen. Um die eigene Balance zu finden, sollte man zum Beispiel wissen, was man beim Sex gut findet und was nicht. Es hilft nicht, sich den Vorstellungen des Partners für den Sex anzupassen und nur Wünsche zu erfüllen, ohne selbst welche zu äußern. Es hilft also nur, auf den eigenen Beinen zu stehen und zu erfahren, wer man selbst ist. Setzt man sich Ziele, kann man diese auch gemeinsam in der Ehe erreichen – sowohl beim Sex, als auch in der gesamten restlichen Ehe. Die eigenen Ängste können nur überwunden werden, wenn man es schafft, sich selbst zu beruhigen. Ist der Sex in der Ehe nicht gut, hilft es nicht, wenn man davon läuft oder übertrieben reagiert, sondern man sollte Bereitschaft zeigen, sich mit einem Problem aus einander zu setzen.

Sich selbst befreien

Der Sex in der Ehe wird besser, wenn man sich selbst von der eigenen Abhängigkeit befreit. Dinge sollten ausgesprochen werden, damit der Partner überhaupt die Gelegenheit erhält, diese zu akzeptieren oder überhaupt zu hören, damit eine Reaktion erfolgen kann. Möchte der Partner nicht reden, muss das nicht sofort das Aus bedeuten. Lebt man gemeinsam in einer festen Beziehung und in einer Ehe, muss man lernen, die eigenen Wünsche zu äußern und für diese auch gerade zu stehen. Das klingt zwar nach Arbeit, es ist die Sache aber wert. Ist man bereit zu wachsen, hat man auch Sex in der Ehe, der mehr als befriedigend ist. Guter Sex in der Ehe kann also mehr als erfüllend und intim sein.