Viagra als universelles Heilmittel

viagraFast jeder Mensch kennt das Medikament Viagra als Potenzmittel, welches älteren Männern bei Impotenz hilft. Ursprünglich als Arznei gegen Bluthochdruck entwickelt, endeckten die Ärzte eine interessante Nebenwirkung: Patienten mit Erektionsstörungen bemerkten eine deutliche Verbesserung ihres Leidens, denn die erektile Dysfunktion ist weit verbreitet.

Wie wirkt Viagra?

Etwa 25 Minuten nach der Einnahme der Pille setzt die Wirkung ein und kann bis zu 4 Stunden dauern. Gerüchte von einem vierstündigen „Dauerständer“ entsprechen nicht der Wahrheit. Erst bei sexueller Stimulation unterstützt das Potenzmittel die Erektion, indem mehr Blut in die Gefäße strömen kann und den Rückfluss verzögert.

Viagra nicht nur für den Mann mit Potenzproblemen

Auch Frauen haben zuweilen Probleme mit der sexuellen Erregbarkeit. Wie beim Mann hängt dies eng mit den Faktoren Bluthochdruck und Cholesterin zusammen. Die Verschreibung von Viagra ist mittlerweile gängige Praxis unter Gynäkologen, um die Durchblutung durch Vagina zu unterstützen und so den Orgasmus Problemen ein Ende zu setzen.

Viagra bei Frauen

Erstaunliches bewirkt Viagra auch bei unfruchtbaren Frauen, deren Gebärmutterschleimhaut zu dünn ist. Durch die Einnahme des Mittels bauten sie eine dickere Schleimhaut auf und konnten so schwanger werden.
Durch die durchblutungsfördernde Wirkung wird der Fötus gleichzeitig auch mit mehr Nährstoffen versorgt, weil Gebärmutter und Plazenta besser durchbluten werden.

Doch die blaue Pille kann noch mehr: Forscher endeckten, dass der in Viagra enthaltene Wirkstoff Sildenafil den Abbau einer Substanz im Gehirn verhindert, der an der Steuerung der inneren Uhr beteiligt ist. Das erleichtert dem Körper mit einem Jetlag umzugehen. Sogar eine Anwendung bei Diabetes und Alzheimer wird diskutiert.

Viagra hält Blumen frisch

Aber nicht nur Menschen profitieren von der Bandbreite an Wirkungsweisen von Viagra. Schnittblumen zum Beispiel bleiben länger frisch, wenn man ihr Wasser damit aufpeppt – auch Gemüse bleibt länger saftig.

Nebenwirkungen und Risiken

Obwohl Viagra grundsätzlich von Wissenschaftlern positiv bewertet wird, birgt dieses Medikament, wie jedes andere auch, Risiken und Nebenwirkungen in sich.
So kann es in zehn Prozent der Fälle zu rasenden Kopfschmerzen kommen, drei Prozent klagen über Sehstörungen. Keinesfalls sollte die blaue Pille zusammen mit Mitteln gegen Bluthochdruck genommen werden. Dies könnte schwerwiegende Folgen haben: Ohnmacht oder gar Schockzustand.

Zudem kann Impotenz auch ein Hinweis auf Diabetes, Herzerkrankungen oder Krebs sein. Mit der Einnahme von Viagra können die Anzeichen auf diese Krankheiten verschleiert werden und so eine Gefahr für den Patienten darstellen.

Fazit

Viagra ist ein hochwirksames Mittel gegen Potenzstörungen. Es hilft Männern, denen man früher sagte: „da kann man nichts machen…“ und die man bestenfalls zum Psychologen schickte. Viagra hilft Frauen, die unter Orgasmus Problemen leiden und solchen, die als unfruchtbar gelten. Nichts desto trotz sollte Viagra immer unter ärztlicher Kontrolle eingenommen werden, damit die Risiken so klein wie möglich gehalten werden